Interview mit Amanda Koch

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-Vorab Liebe Amanda, es freut mich wirklich sehr, dass du dir Zeit nimmst für dieses Interview. Möchtest du dich denn kurz vorstellen für alle meine Leser die dich noch nicht kennen ? Woran schreibst du gerade und was für Bücher von dir gibt es bereits ?

Begonnen hat alles mit einem Traum. Die Erinnerungen an all die Bilder darin waren so real, dass ich sie aufschreiben musste. So entstand über zwei Jahre hinweg mein erster Roman, den ich nur für mich schrieb, denn ich entschied erst später das Buch selbst zu veröffentlichen. Daraufhin folgten dann der zweite und dritte Band der Trilogie „Die Wächter von Avalon“. In diesem Jahr erschien mein neuer Roman „Ildathach. Jenseits des Vergessens.“ Zwischenzeitlich entstanden auch noch ein paar Kinderbücher und die fantastische Erzählung „Das Amulett der goldenen Flammen.“

-Gibt es ein Buch bzw. eine Geschichte von Dir die dir besonders am Herzen liegt ?

Das tun sie alle. Denn während des Schreibens nahmen sie einen großen Teil meines Lebens in Anspruch, beeinflussten mich die Figuren, in dem sie mich mit jedem weiteren Buch etwas mehr über das Leben und seine Tiefe verstehen ließen. Meine Bücher sind damit alle eine Reise zu mir selbst, hin zu meinen Ängsten, meinen Abneigungen und meinen Vorlieben, zu meinen Träumen und auch zu meinen Wünschen. Sie zeigen oft auch mein Weltbild und meinen Glauben. Und. In all meinen Büchern fließt der Spirit des Yoga.

-Zur Zeit lese ich dein neuestes Werk “Ildathach. Jenseits des Vergessens” und bin völlig begeistert, es ist ein Fantasy Roman aber ich finde ihn so realistisch geschrieben das er total unter die Haut geht, warst du oft an den Original Handlungsorten in Großbritannien ?

Ja. Mich zieht es in den Norden, nach Schottland, Irland und auch nach England. Dort gibt es Orte, die mich sehr berühren, die mir ein Gefühl geben, angekommen zu sein und die mich dann zum Nachdenken bewegen.

Für mich gehört Ildathach auch eher zur phantastischen Literatur, da die Realität stets Grundlage bleibt und alles Magische hinterfragt wird. Es ist definitiv kein reiner Fantasyroman.

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-In deinem Buch Ildathach schreibst du viel über die Kraft, die in der Natur steckt, über heilende Pflanzen und was man alles daraus herstellen kann. Woher weist du all diese tollen Dinge?

Meine Yogaausbildung hat mich achtsamer werden lassen und verstärkte über die Jahre meine Hinwendung zur Natur. Denn mehr und mehr fand ich heraus, dass in den Pflanzen eine sehr große Wirkungskraft und Heilkraft steckt. Ich beschäftige mich sehr gern mit dem Wissen der Druiden, was sie in welchen Pflanzen sahen und probiere es selbst aus. Ich habe selbst einen Kräutergarten, der jedes Jahr größer wird. Zudem hat mich meine Homöopathieausbildung sehr geprägt und mir Wissen geschenkt.

-“Nicht jedes Buch gefällt jedem und daher gibt es ja eine so große Auswahl” , so etwas ähnliches sagtes du zu mir und meinen Freunden als wir dich auf der Frankfurter Buchmesse besucht haben. Welche Leser wünscht du dir für “Ildathach. Jenseits des Vergessens” ?

Ildathach ist eine Geschichte, die zugleich eine Reise zu dir selbst sein kann, wenn du dich darauf einlässt.

Daher wünsche ich mir, dass genau die Leser zu mir finden, die das Leben auf einer bestimmten Ebene tiefgründiger hinterfragen. Der Ebene, die das SEIN anbelangt. Leser, die sich dem höheren Bewusstsein hinwenden, es fühlen und damit das Leben als Erfahrung sehen, die wir als Wesen in dieser Welt – der physischen Welt – machen wollen. Ich wünsche mir auch die Leser, die neugierig sind, wie man die Grenzen des Physischen auf mystische Weise überschreiten kann und damit jene Leser, die die Mythen der Kelten und des Nordens lieben, weil sich darin über die Magie der Anderswelt wertvolle Worte finden lassen. Kurz gesagt: Jeden, der sich auf die Magie des Lebens einlassen kann.

-Liest du Privat viel in alten Mythen und Erzählungen?

Ja. Dass tue ich.

-Gibt es Orte wo du am liebsten deine Geschichten schreibst?

Ich dekoriere und gestalte mir mein Schreibzimmer für jeden Roman neu, damit ich mich darin wohlfühlen und ganz in der Geschichte versinken kann. Wenn ich jedoch in den Norden reise, dann schreibe ich am liebsten in Gegenwart des Atlantiks, an den felsigen Küsten Schottlands oder Irlands.

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-Mich zieht es viel in die Wälder wenn ich einfach mal Kraft tanken möchte, hast du auch so besondere Orte um aus dem Alltag zu flüchten?

Der Wald ist auch für mich eine besondere Kraftquelle, wenn ich das Meer nicht in der Nähe habe. Dann brauche ich die Bäume, die Stille und den Duft des Waldes, um mich zu erholen. Der Wald ist auch ein Ort, der mir hilft gesund zu werden, wenn ich mich einmal schwach fühle.

-Seid 2014 gibt es das Imprint Label fehu-fantasy wo vor allem deine Werke vertreten sind und neustens auch die von Autorin Crissy Catella, was wünscht du dir für die Zufunkt dieses Imprint Labels und worauf dürfen sich die Leser freuen ?

Für die Zukunft des Imprints wünsche ich mir, dass ich es weiter schaffen werde, mit meinen Romanen zum Fühlen und auch zum Nachdenken anzuregen und den Lesern das Gefühl von Geborgenheit im Fluss des Lebens übermitteln kann. Damit möchte ich gern den Weg dieser neuen Richtung in der Phantastik weitergehen. Denn ich wähle bewusst dieses Genre, um die physischen Grenzen leichter überschreiten zu können. In den Büchern steckt viel mehr als eine Geschichte.

Durch Crissy Catella haben wir fehu nicht nur in Bezug auf die griechischen Mythen erweitert, sondern fördern durch ihre Arassis Saga auch die Lesekompetenz von Jugendlichen. Das war mir sehr wichtig, denn ich finde, Bücher können uns so unheimlich viel geben. Wer liest, denkt selbst und begreift die Welt. Das ist einer der Sätze, die ich für ihre Klarheit liebe. Der Satz steht in Leipzig an der Hauswand der LKG (Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft).

-Was erwartet uns Lesern 2018 aus dem Imprint Label fehu-fantasy  ? Darf da schon etwas verraten werden ?

Crissy Catellas zweiter Band „Die Macht der zwei vereint“ der Arassis Saga wird erscheinen und zudem dürfen sich die Leser über eine weitere neue Autorin freuen. Um mich wird es 2018 etwas ruhiger werden, da ich an einer neuen Geschichte schreibe, für die ich Zeit brauche. Ich werde jedoch Gastartikel in Zeitschriften und Online-Zeitschriften veröffentlichen.

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Antara sagt:

    wie schön, noch ein Buch für meine wunschliste

    1. Das Buch ist echt etwas besonders ❤

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